Das
Konzert in Kharkov/Ukraine (16.10.2005)
Dank
Alina (und Beilie) von www.Thomas-Anders.ru
können wir Euch einen "kurzen" Bericht über das Konzert in
Kharkov präsentieren. Die englische Übersetzung, die dem hier
veröffentlichen Bericht zugrunde liegt, findet Ihr unter dem folgenden
Link: http://www.thomas-anders.ru/concerts/kharkov161005_eng.php. - Wir danken für die Bereitstellung und der Genehmigung zur
Veröffentlichung!
Ein
kurzer Bericht über das gestrige Konzert
Gestern,
das war der 16. Oktober 2005. An diesem Tag besuchte Thomas Anders, Solist
der legendären Band Modern Talking, unsere Stadt. Ich hatte mir schon
lange zuvor Karten gekauft. Ich konnte es nicht lassen, obwohl ich sagte,
ich würde nicht gehen.
Meine gesamte Familie lachte mich
aus - besonders mein Vater. Und sobald er den Preis der Tickets kannte
(ich konnte ihn leider nicht vor ihm verstecken), meinte er: "Schau,
dass er Dich mit nach Deutschland mitnimmt! Ansonsten wirst Du zu Fuß
nach Hause zurückkehren müssen, weil Du kein Geld mehr für den
Fahrschein hast!" Und so ging es immer weiter... Aber um ehrlich zu
sein, es berührte mich nicht sehr. Ich hatte eine Eintrittskarte, Blumen
und einen Plan. Also ging ich.
Gleich mal vorweg, mit der
sprichwörtlichen deutschen Pünktlichkeit hatten es die Musiker nicht so
sehr. Sie kamen 1,5 Stunden zu spät! Ein halbe Stunde lang mussten wir
draußen warten. Die restliche Zeit konnten wir im Gebäude verbringen.
Schließlich saßen wir alle auf unseren Plätzen und ich begann zu
frieren. Es war sehr kalt in der Halle! Und die Musiker erschienen
nicht... Die Zuschauer begannen die Geduld zu verlieren und jemand vom
Parkett schrie: "Thomas Anders, vorwärts!" Daraufhin schrieen
noch mehr Leute los. Meine direkte Nachbarin war eine lebhafte Frau und so
schrieen wir zusammen: "Modern Talking! Wir wollen Modern Talking!"
Vom 2. Balkon ertönte daraufhin: "Serge, jetzt komm endlich und
sing' was!" - Letztendlich rief jeder nach der Band.
Der Begleiter meiner Nachbarin
sagte, dass er sie nie wieder irgendwohin mitnehmen würde, da wir uns
nicht anständig benehmen könnten. Ich erwiderte nichts darauf, da ich
schließlich alleine gekommen war und ihn zum 1. Mal sah. - Aber auf jeden
Fall hatte ich mich durch das Schreien und Klatschen ein wenig aufgewärmt
und fühlte mich viel besser.
Nachdem das Konzert begonnen hatte wurde allen klar,
dass die groß angekündigte Laser Show lediglich aus vier beweglichen
Scheinwerfern bestand...
Thomas startete mit seinen neuen Songs: “Tonight is the night”,
“Independent girl” und “Live your dream”. Als dann die Modern Talking-Hits folgten, besonders
"In 100 years", konnte ich nicht widerstehen und begann mit dem
Klatschen bis meine Handflächen schmerzten. Mein armer Sitz... - Mmh, er
war wirklich armselig, um das mal zu sagen...
Thomas' Stimme war vollkommen anders, nicht
wiedererkennbar und lustig. Er kommunizierte mit dem Publikum nur in
Englisch und sein Akzent war so amüsant! Zwischen den Songs redete er
viel Unsinn und machte Witze. Den Attacken von Mädchen, die ihm Blumen
gaben (man kennt ja unsere jungen und modernen Mädchen...) entkam er mit
ironischen Anmerkungen und angedeuteten Küssen. Das Publikum lachte
wiehernd. Thomas sammelte die Blumensträuße übrigens auf witzige Art
auf: jedes Mal, wenn er einen Blumenstrauß nach hinten zum Podest brachte,
sang er dabei, "So viele Blumen! Und alle sind für mich, für
mich!".
Nach sechs Songs versuchte ich mein Glück und ging
nach unten in Richtung Parkett, schließlich konnte ich ihm meine Blumen
nicht vom 1. Balkon aus geben. Und dann...
Ich liebe mein Land! Ich
bewundere es! Es gab keine Wächter an den Eingängen und Thomas schien
auch keine Bodyguards zu haben. Nur ein paar junge Typen vom
Sicherheitsdienst standen in der Nähe der Tür, aber ihr einzigstes Ziel
war es, ihre Freundinnen hereinzulassen... So konnte ich ganz einfach zur
Bühne gelangen und später einen Sitz in der vierten Reihe ergattern.
Nun, ich kann sagen, dass einer
meiner Kinderwünsche wahr wurde. Es war witzig von 1,80 m auf seine 1,67
m zu schauen. - Er hat übrigens an Gewicht verloren. - Ich gab ihm meine
Blumen und begann mit meiner vorbereiteten Rede (natürlich auf deutsch,
nachdem ich 11 Jahre lang Deutsch gelernt hatte). Aber wie immer, ich
konnte die Rede nicht ohne Vorkommnis beenden.. Mitten in meiner Rede
bleib ich stecken. Thomas ahnte, dass ich nicht fertig war und wartete in
Stille auf das Ende. - Wir standen bestimmt 30 Sekunden wortlos
voreinander! Aber ich fand die Worte nicht mehr. Thomas dankte mir
daraufhin für die Blumen und sagte, dass es nett gewesen sei und so
weiter. Ich verließ in Eile die Bühne - mit einem dummen Lächeln auf
den Lippen...
Wie ich schon sagte, ich kehrte nicht auf meinen Platz
zurück und viele taten es mir gleich. Die Balkone waren überfüllt und
das Parkett war halb leer. Aber zur Mitte des Konzerts änderte sich die
Situation ins andere Extrem.
Während der letzten 7-8 Songs
standen dann alle und es war unmöglich durch die Gänge zu gelangen, da
überall Tänzer waren. Ich konnte es auch nicht lassen und tanzte ein
wenig - mmh, ich tanzte SEHR VIEL!
Ich mag übrigens auch Thomas'
jungen Gitaristen. Er ist so ein amüsantes Kerlchen! Erst rannte er von
einer Ecke der Bühne zur nächsten und versuchte das Publikum anzufeuern
und zum Klatschen zu animieren. Dann wurde er unverschämt (vielleicht war
dies geplant?) und unterbrach Thomas, der gerade versuchte etwas mehr als
"Danke schön" auf russisch zu sagen. Thomas griff zugleich hart
durch und verkündete, dass er von nun an sein Übersetzer sei. Und schon
erzählte er lang und breit in deutsch, wie sehr er sein Publikum lieben würde
usw. Seine neuer Dolmetscher fiel sofort durch diese Prüfung durch! Die
einzige Phrase, die er übersetzen konnte, war "Mein Name ist
Thomas."
Der Drummer hingegen unterhielt
sich nach den Songs immer von alleine, indem er die Drumsticks immer in
die Luft warf und anschließend wieder auffing. Und jedes Mal, wenn die Mädchen
nach der Blumenübergabe wieder die Bühne verließen, schlug er die
Trommel.
Das war's auch schon! Nach dem Konzert verließen die
Musiker sehr schnell die Bühne, besonders Thomas. Das letzte Mädchen
konnte ihm noch nicht einmal mehr ihre Blumen geben. - Aber das war ihr
eigener Fehler. Sie hätte es einfach ein paar Songs eher tun müssen!
- Es scheint, als ob ich ein wenig mit "ein kurzer
Bericht" gelogen hätte. Aber ich konnte es nicht kürzer machen, da
waren zu viele Gefühle und Eindrücke!
Was
uns dazu noch einfällt:
1,5
Stunden Verspätung? Das ist Rekord, selbst für Thomas!
Aber unter Umständen ist er ja gar nicht Schuld? Eine so große
Verspätung klingt doch eher nach logistischen Problemen, oder?
Des weiteren scheinen auch Aussagen wie "Es war sehr kalt in der Halle!",
"groß angekündigte Laser Show lediglich aus vier
beweglichen Scheinwerfern bestand... " und "Mein armer Sitz... - Mmh, er war wirklich armselig, um
das mal zu sagen... " nicht wirklich für gute Bedingungen zu sprechen...
Text
und Freigabe der englischen Übersetzung: ©
Luna777
Englische
Übersetzung: © Beilie für www.Thomas-Anders.ru,
Deutsche Übersetzung und Anmerkungen: © Pinwand für Thomas Anders-Fans,
mit freundlicher Genehmigung der Autorin.
"Thank
you Luna777 and Alina!"
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